Förderprogramme für Neu- und Altbau

Einleitung

Die aufgeführten Förderprogramme zeigen nur einen Teil der möglichen Förderungen auf. Es werden allein in Deutschland über 900 verschiedene Förderprogramme durch die Europäische Union, dem Bund, den Ländern, den Kommunen und Energieversorgern angeboten. Da jede Sanierung oder Modernisierung eine individuelle Baumaßnahme darstellt, muss in jedem Einzelfall das passende Programm in Absprache mit dem Auftraggeber gefunden werden. Auch sind bei den nachfolgend aufgeführten Programmen eine Vielzahl von Förderungs-bedingungen einzuhalten, die in der nachfolgenden Aufstellung nicht aufgezeigt werden können.

Wir beraten Sie gerne im Detail zu den Bedingungen und zeigen Ihnen die für Sie geeigneten Förderprogramme auf.





Energieeffizient Bauen (KFW)

Die KFW fördert in diesem Programm das KFW-Effizienzhaus 55, 40 und 40 Plus. Im jeweiligen Programm dürfen die Gebäude einen Jahres-Primärenergiebedarf (Qp) von höchstens 55 % bzw. 40% der gemäß EnEV zulässigen Höchstwerte (EnEV, Anlage 1, Tabelle 1) nicht überschreiten. Gleichzeitig darf der spezifischen Transmissionswärmeverlust (HT´) 70% bzw. 55% des Referenzgebäudes nicht überschreiten. Für das KFW-Effizienzhaus 40 Plus sind zusätzliche Anforderungen (Plus-Paket) einzuhalten.

Gefördert werden die Errichtung, Herstellung oder der Ersterwerb von Gebäuden sowie die Erweiterung bestehender Gebäude. Auch die Umwidmung von Nichtwohngebäuden in Wohngebäöude wird gefördert.

Finanziert werden bis zu 100 % der Bauwerkskosten (Baukosten ohne Grundstück), maximal 100.000 Euro pro Wohneinheit.


Energieeffizient Sanieren (KFW)

Die KFW fördert in diesem Programm den Ersterwerb eines sanierten Gebäudes sowie alle Maßnahmen zum Erreichen eines KFW-Effizienzhauses. Ein Sanierung ist dann förderfähig, wenn der Bauantrag oder die Bauanzeige des Gebäudes vor dem 01.01.2002 gestellt wurde.

Es kann zwischen einem Investitionszuschuss und der Kreditvariante gewählt werden. Beim Investitionszuschuss ist eine Förderung von 5.000 - 30.000 EUR möglich, bei der Kreditvariante zusätzlich ein Tilgungszuschuss bis zu 7,5 - 27,5 % der Darlehenssumme.
Weiterhin ist die Förderung der energetischen Sanierung von Nichtwohngebäuden möglich. Hier erhalten Sie Tilgungszuschüsse von 5,0 - 17,5 %, wobei Höchstbeträge von 50 - 175 EUR/qm zu berücksichtigen sind.

Für die Programme werden ergänzende Förderungen, z. B. für die qualifizierte Baubegleitung (mit 50%, max. 4.000 EUR je Bauvorhaben), angeboten.


Erneuerbare Energien (KFW)

Es wird zwischen den Förderbedingungen "Standard" und "Premium" entschieden. Bei der Förderung "Standard" wird die Errichtung, Erweiterung und der Erwerb von Anlagen und Netzen, die die Anforderungen des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG 2014) vom 21. Juli 2014 erfüllen, gefördert.

Bei der Förderung "Premium" werden im einzelnen höhere Anforderungen an die zu errichtenden Anlagen gestellt.

Nicht gefördert werden Wärmepumpen und solarthermische Anlagen für Wohnhäuser (siehe erneuerbare Energien (Bafa).







Vor-Ort-Beratung (Bafa)

Dieses Förderprogramm für Gebäude in Anspruch genommen, deren Baugenehmigung bis zum 31.01.2002 gestellt bzw. die Bauanzeige erstattet wurde.
Die Gebäudehülle darf durch eine nachträgliche Baugenehmigung um nicht mehr als 50% verändert worden sein. Das Gebäude muss ursprünglich als Wohngebäude geplant und errichtet worden sein derzeit seiner Zweckbestimmung nach überwiegend dem Wohnen dienen. Die Zuschusshöhe beträgt 60 % des Beratungshonorars, für 1 und 2-Familienhäuser max. 800 Euro und für Wohnhäuser mit drei oder mehr Wohneinheiten max. 1.100 Euro. Des Weiteren erhalten Wohnungseigentümergemeinschaften zusätzlich einen Zuschuss von 500 EUR, wenn der Beratungsbericht zusätzlich dem Beirat oder der Eigentümergemeinschaft vorgestellt wird.

Alle Zuschüsse werden dem beantragenden Berater gewährt. Eine Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen zur Modernisierung sind nicht zwingend.

Marktanreizprogramm (Bafa)

Es werden solarthermische Anlagen für die Warmwasser- und Heizungsunterstützung, Pelletkessel und hocheffiziente Wärmepumpen gefördert.

Die Förderung entfällt für am Markt etablierte Technologien, hierzu zählen z. B. Solarkollektoren zur ausschließlichen Trinkwassererwärmung und luftgeführte Pelletheizungen.

Das Marktanreizprogramm konzentriert sich auf Bestandsgebäude. Nicht mehr gefördert werden Anlagen im Neubau, da hier eine bundesweite Nutzungspflicht nach dem Erneuerbaren-Energien-Wärmegesetz besteht.








ENEO

Das Förderprogramm fördert die energetische Beratung von Wohngebäuden in Berlin. Es kann die Beratung von 3 Einzelmaßnahmen oder zum KFW Effizienzhaus durchgeführt werden. Abschließend wird ein Energiegutachten erstellt, welches Sie über die Ergebnisse informiert. Wünschen Sie die Berechnung zum Effizienzhaus, kann diese Förderung mit der Förderung der Vor-Ort-Beratung (Bafa) kombginiert werden.

Die Zuschusshöhe ist abhängig der Wohneinheiten und beträgt zwischen 500 - 2.000 EUR. Der Zuschuss wird in 2 Teilen zu je 50% ausgezahlt, wobei Sie den ersten Teilbetrag nach Zahlung des Energieberaters und den 2. Teilbetrag nach Umsetzung einer Maßnahme erhalten.

Nemen Sie die Förderungen durch die ENEO und die Bafa in Anspruch, entspricht ihr Eigenanteil mind. 10 % der Auftragssumme.